Der Rheinpegel bei Maxau ist am Mittwoch, dem 23. September 2026, auf einen neuen Tiefststand von 2,82 Metern im Tagesmittel gesunken. Laut Prognose wird der Wasserstand bis Anfang Oktober nur leicht auf höchstens etwa 2,90 Meter steigen.
Das Deutsche Gewässerkundliche Jahrbuch nennt für Maxau als historische Tiefststände 2,31 Meter im Januar 1885 und 2,41 Meter im November 1884. Auch der „Jahrhundertsommer“ 1947 wird häufig als Vergleich herangezogen: Nach der Dürre sank der Pegel Anfang November auf 2,55 Meter.
Auch die Pegelstände vom 27. September 1972 mit 2,98 Metern und vom 4. März 1963 mit 2,89 Metern, die viele Menschen noch miterlebt haben, sind mit der heutigen Situation nur eingeschränkt vergleichbar. Nach Angaben der Landesanstalt für Umwelt veränderte die Inbetriebnahme der Staustufe Iffezheim vor knapp 50 Jahren die Strömungs- und Abflussverhältnisse am Oberrhein.
Einen Ausblick auf die kommenden Wochen gibt die Sechs-Wochen-Prognose der Bundesanstalt für Gewässerkunde. Demnach wird der Rheinpegel langsam steigen und in der zweiten Oktoberwoche wahrscheinlich wieder die Marke von drei Metern überschreiten. Den statistisch ermittelten Niedrigwasser-Referenzwert GIW von 3,72 Metern erreicht der Pegel bei Maxau voraussichtlich jedoch nicht vor Anfang November. Nach bisherigen Erfahrungen sollte dieser Referenzwert nur an wenigen Tagen im Jahr unterschritten werden.
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